Mittwoch, 7. September 2016

PuppenMITmacherei 2016| Das dritteTreffen


Heute ist schon das dritte Treffen der PuppenMITmacherei 2016. Ich bin wirklich froh, dass ich meinen inneren Schweinehund überwunden habe und mitmache. Das Stöbern bei den anderen Teilnehmern (auch denen der letzten Jahre) ist wirklich sehr spannend, inspirierend und hilfreich. Und ich habe es auch wieder geschafft regelmäßiger hier zu schreiben. Ich hoffe das hält sich noch eine Weile. ;)

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema: die Herstellung von Kopf und Körper. Da ich Urlaub hatte, konnte ich das schön am Stück arbeiten. Das hat richtig Spaß gemacht. Wie angekündigt habe ich nach der Anleitung Baby Carly von yayapan gearbeitet. Unsere Violetta sollte 45cm groß werden. Mein Plan war, dass sie von der Größe gut zu den Puppengeschwistern (Babyborn Größe) passt, damit sie sich viel teilen können. Dafür wäre die Größe 40cm besser gewesen. 

Die Körperteile aus Jersey vorbereiten ging erwartungsgemäß schnell. So viel Jersey, wie ich in den letzten drei Jahren verarbeitet habe erschreckt der mich nicht mehr.  



Die Teile habe ich mit Trickmarker vorgezeichnet und dann mit der Maschine (Dreifach-Geradstich) genäht. Kopf und Bauch wurden erst ausgeschnitten und dann genäht. 



 Hier einmal alle Jersey Teile vorbereitet. Die Hände, Füße und der Po werden bei der Anleitung schon gleich zu Beginn vorgeformt. So weit war das alles bequem an einem Abend zu schaffen gewesen. Nun folgte der spannende Teil mit der Wolle. Für den Kopf habe ich fast einen ganzen Sonntag gebraucht. Zum Glück war das Wetter schön und ich konnte dabei im Garten sitzen. So ohne Nähmaschine geht das doch viel besser den Arbeitsplatz zu wechseln. :) 



 Beim Wickeln der Kopfkugel habe ich direkt mal die Tipps von Chris genutzt. Ich habe Lavendel mit eingewickelt und zwischendurch die Kugel mit Wolle umwickelt. Irgendwie wollte die ständig nicht so wie ich wollte. ;) Die Kugel selbst ist auch schön rund und fest geworden. Ich glaube aber, die Schicht rund um die Kugel ist mir etwas zu dünn geraten. Zumindest hat das Abbinden gar nicht so geklappt, wie ich es kenne. 


Jetzt wo ich so das fertige Puppengesicht schon kenne, würde ich sagen, ich hätte vielleicht an der Stelle auch etwas weniger Kinn formen sollen. Nachdem die Biegepüppchen zwischenzeitlich sehr unter fliehendem Kinn gelitten hatten, wollte ich direkt vorsorgen. An der Stelle an der der Mund entstehen soll, ist bereits der Magnet versteckt. Zu sehen ist der Magnet, der noch dafür sorgt, dass alles da bleibt, wo es hin gehört. ;)


Im Profil ist das Gesicht leider irgendwie etwas flach geworden. Vielleicht hätte mehr Flausch und weniger Kinn geholfen? Auffallen tut mir das erst jetzt im Nachhinein. Wenn ich noch mal eine Puppe mache, muss ich da besser aufpassen. Das Abbindgarn habe ich zusätzlich noch festgenäht. Macht man das eigentlich noch so? Habe das gar nicht mehr gefunden, hatte es aber noch so in Erinnerung. 




Sorry, zu spät gemerkt, dass die Kameralinse beschlagen gewesen ist. Die Nase, Mund und Augen habe ich dann noch etwas modelliert. Ich hoffe, man erkennt auf dem schlechten Foto überhaupt etwas. 





Und so sah der Kopf dann mit Jersey bezogen aus. Ein wenig habe ich für die Augen und den Mund mit Nylbond vorgearbeitet. Bei den Augen war das nicht zwingend notwendig, vielleicht sogar Quatsch. Mit Perlenaugen, mag ich den Effekt, beim Sticken war das jetzt nicht wirklich hilfreich. Zu dem Mund komme ich später noch einmal.


Für einen ersten Eindruck einmal mit Stecknadel-Augen, Bindfaden-Mund und Wollknäuel-Haaren. Ich war einfach neugierig. Die Augen hat sie auch behalten, bis ihre richtigen Augen fertig waren.
Der Kopf hat mich lange beschäftigt. So ganz glücklich bin ich nicht mit dem Ergebnis. Bitte nicht falsch verstehen: Violetta ist ein total hübsches Puppenkind geworden, aber sie sieht halt ganz anders aus, als ich es ursprünglich gedacht hatte. 



Der Körper ging dafür wieder richtig gut von der Hand. Das angegebene Gewicht haben die Arme und Beine beim Stopfen nicht erreicht. Ich finde, dass sie recht stramm gestopft sind, noch mehr mochte ich dann nicht mehr hineinstecken. Das Annähen der Arme und Beine hat gut geklappt. Ich hätte nur zwischen den Beinen ein wenig Platz lassen sollen, dann könnte man Violetta auch viel besser wickeln. *hust.



Zum Beschweren habe ich ein kleines Säckchen genäht und mit Granulat befüllt. Der Bauch/ Körper ist deutlich leichter geworden, als es in der Anleitung stand. Ich mag ihn so aber lieber. So kann man Violetta viel besser drücken. So unsymetrisch wie auf dem Foto hier, sieht der Popo eigentlich gar nicht aus. Liegt bestimmt nur an dem Foto. ;)
Es war ungewohnt so viel ohne die Nähmaschine arbeiten zu können. Einfach mal im Garten oder auf dem Sofa sitzen zu können, während so etwas entsteht, ist schon schön. Könnte ich mich dran gewöhnen. ;)


Hier einmal ein paar Ansichten vom Puppenkopf. Gut, dass Violetta noch Haare bekommt. So wirklich gut geworden ist das jetzt nicht unbedingt.


Und hier nun einmal Violetta. Noch ganz ohne Details. Ab dem Zeitpunkt hat meine Tochter dann nicht mehr nur nach ihrerer Puppe gefragt, sondern sie schon genommen und mit ihr gespielt. Ab da konnte ich dann auch nur noch (mit Ausnahme der Perücke) Abends weiter machen, wenn sie geschlafen hat. Weil der Violetta weh tun, darf niemand. <3
An dieser Stelle sei schon einmal verraten, als ich alles fertig hatte, habe ich noch einmal richtig viel aufgetrennt. Das Gesicht habe ich noch einmal überarbeitet, so dass die Puppe im Profil weniger eingefallen ist. Außerdem habe ich so gut ich konnte, etwas gegen die Wackelkopfkrankheit unternommen. Die trat plötzlich auf als die Haare auf dem Kopf waren. Aber dazu beim nächsten Treffen mehr.

(Noch einmal zum Geruch der Wolle: Entweder hat das mit dem Material im Garten sitzen geholfen, oder der Lavendel hat geholfen, oder ich habe mich daran gewöhnt. Auf jeden Fall stört mich da nun nichts mehr.)

Und nun bin ich schon sehr gespannt auf die anderen Puppen.

Kommentare:

  1. Hallo liebe Verena,

    ich habe mich sehr über deinen Besuch gefreut und husche jetzt mal zu dir rüber.
    Du bist ja schon unglaublich fleißig gewesen und deine Puppe sieht schon richtig toll aus! Ich bin sehr gespannt was du noch verändert hast... so ging es mir im letzten Jahr mit der Puppe für meine Tochter...die Auftrennnadel hat geglüht ;o) aber es hat sich geloht!

    Nun, dann freue ich mich schon auf das nächste Treffen!

    Liebe Grüße

    Barbara

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    1. Hallo Babara,

      vielen lieben Dank für deinen Besuch. :)

      Als ich keine Woche mehr vor dem Geburstag den Kopf plötzlich wieder so abgetrennt da liegen hatte, war mit schon ein wenig anders. Aber ich denke, es hat sich gelohnt.

      Ich bin auch schon auf die fertigen Puppen beim nächsten Treffen gespannt.

      Liebe Grüße,
      Verena

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  2. Huhu Verena,

    nun bin auch ich bei dir gelandet und wie du schon gelesen hast, klappt es eben nicht immer beim ersten Mal und man muss noch mal ran. Ich bin gespannt auf deine Veränderungen. Mir passiert es manchmal, dass der Kopf ein "fliehendes" Kinn hat. Entweder filze ich dann noch auf oder binde noch mal neu ab. Meistens klappt es dann besser.

    Der Geruch der Wolle lässt mit der zeit nach und ist nicht mehr so intensiv wie am Anfang. Mein Vorratssack riecht jedenfalls immer noch kräftig, aber meine bereits ausgepackte Stopfwolle in der Werkstatt nur noch ganz zart, aber das mag ist.

    Noch zu den Augen, also ich setze immer einen Fixpunkt bei den Augen auch beim Sticken. Mir ist es ohne schon passiert, dass die Augen nicht gleich tief saßen und leicht in der Höhe verrutschten. Mit der Fixierung in der Mitte passiert mir das nun nicht mehr.

    Dann warte ich mal geduldig aufs nächste Treffen und bin schon auf deine Gesicht und die Frisur gespannt.

    Liebe Grüße
    Christine

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    1. Hallo Christine,

      vielen lieben Dank für deinen Besuch. :)

      Vor dem Sticken der Augen habe ich auch erst einmal kräftig mit Trickmarker vorgezeichnet und das auf mich wirken lassen. Die Augen habe ich auch nur einmal getrennt. ;)

      Eine Filznadel habe ich inzwischen auch. ;) Das ist schon interessant, wie damit noch geformt werden kann.

      Liebe Grüße,
      Verena

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